Vitamin-D-Mangel des Vaters: epigenetische Spuren im Mausmodell
Originalarbeit: Paternal vitamin D deficiency is associated with offspring testicular developmental abnormalities, fibrosis, and altered sperm miRNA profiles.
Erstautor: Chen et al.
Publiziert: 27. Mai 2026
Quelle: Molecular Biology Reports
DOI/Link: 10.1007/s11033-026-12026-z
In diesem Mausmodell erhielten männliche Tiere über 16 Wochen eine Vitamin-D-arme oder ausreichende Diät und wurden anschliessend mit gesunden Weibchen verpaart. Bei Vitamin-D-Mangel der Väter veränderten sich Spermien-miRNA-Profile; männliche Nachkommen zeigten tieferes Körper- und Hodengewicht, histologische Hodenveränderungen, weniger antioxidative Genexpression und Hinweise auf aktivierte TGF-β/SMAD2-assoziierte Fibrosewege.
Die Studie ist mechanistisch interessant, aber klar präklinisch: Es handelt sich um ein Mausmodell mit Diätintervention und molekularen Endpunkten, nicht um einen Nachweis, dass väterlicher Vitamin-D-Status beim Menschen die Fertilität der Söhne bestimmt. Klinisch relevant ist vor allem die Hypothese, dass väterliche Umweltfaktoren über Spermien-miRNAs Entwicklungsprogramme der Nachkommen beeinflussen können.
Stichworte: Vitamin D, väterliche Gesundheit, Epigenetik, Spermien-miRNA, Hodenentwicklung, Mausmodell
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