Kardiale Nebenwirkungen nach COVID-Impfung bei Jugendlichen: VAERS zeigt Meldemuster
Originalarbeit: Cardiac Safety Signals Following COVID-19 Vaccination in Children and Adolescents: A Nationwide VAERS Analysis, 2020-2025.
Erstautor: Guo et al.
Publiziert: 22. Juli 2026
Quelle: Clinical Therapeutics
DOI/Link: 10.1016/j.clinthera.2026.06.011
Diese Pharmakovigilanz-Analyse wertete VAERS-Meldungen zu kardialen Ereignissen nach COVID-19-Impfung bei Kindern und Jugendlichen von 2020 bis 2025 aus. Unter 72’922 gemeldeten unerwünschten Ereignissen fanden sich 4’266 kardiale Meldungen; disproportionale Signale betrafen vor allem Myokarditis, Perikarditis, Palpitationen und Tachykardie. Die Meldungen traten besonders bei männlichen Jugendlichen im Alter von 12–17 Jahren auf.
Die Einordnung ist entscheidend: VAERS ist ein passives Meldesystem ohne zuverlässigen Nenner und erlaubt keine Berechnung von Inzidenz, absolutem Risiko oder Kausalität. Die Studie bestätigt daher bekannte Sicherheitssignale, sie quantifiziert aber nicht das individuelle Impfrisiko; dafür braucht es aktive Surveillance- oder Registerdaten mit Impfnennern und geeigneten Vergleichsgruppen. Allgemein geht man davon aus, dass VAERS höchstens 1% der Nebenwirkungen erfasst.
Stichworte: COVID-19-Impfung, Jugendliche, Myokarditis, Perikarditis, VAERS, Pharmakovigilanz
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