In eigener Sache: infekt.ch wird interaktiv
Liebe Leserinnen und Leser
Endlich kam ich dazu, eine lang ersehnte Weiterentwicklung von infekt.ch umzusetzen. Dabei hatten mich drei Anliegen beschäftigt:
- Leseranfragen per mail: Neu eine Kommentarfunktion für jeden Artikel.
- Kurzbeiträge: So kann ich ohne redaktionellen Aufwand auf interssante Studien hinweisen.
- Möglichkeit zur freiwilligen Unterstüzung der Betriebskosten der Webseite
Die Folge war eine Umgestaltung der Webseite. Ziel war nicht ein neues Kleid um jeden Preis, sondern eine etwas klarere, besser lesbare und interaktivere Website. Neu umgesetzt ist jetzt:
Kommentarfunktion
Diese ist bei neuen Beiträgen sichtbar. Beiträge von Lesern werden moderiert. Ich nehme mir das Recht, verletztende, beleidigende oder anderswie inadäquate Kommentare nicht zu publizieren. Auch Beiträge mit reinem Werbecharakter sind nicht erwünscht. Die Kommentarfunktion wird 30 Tage nach Erscheinden des Artikels gesperrt, um die Chance von automatisierten Kommentaren (bots) zu minimieren. Ich werde, wo immer sich das anbietet, allfällige Fragen in den Kommentaren auch beantworten.
Bisher haben die Abbonenten des Newsletters den ganzen Bericht per mail erhalten. Doch das umgeht die Kommentarfunktion. Neu erhalten Sie im Newsletter daher nun nur den Anfang des Beitrages mit dem link auf den gesamten Beitrag.
Kurzbeiträge
Manchmal lese ich einen Fachartikel und denke, der könnte eine grössere Leserschaft interessieren. Oder ein Leser schickt mir einen interessanten Link. Doch ich habe keine Zeit, einen ausführlichen Artikel zu verfassen. Für solche Beiträge habe ich den Bereich „kurz notiert“ für Kurzbeiträge geschaffen. Dort finden Sie neue oder interessante Publikationen – mit bibliografischer Kurzreferenz und knapper Einordnung.
Freiwillige Unterstützung
Ich erhalte immer wieder Dankgesbriefe für meine Beiträge und Anfragen, ob man die Arbeit unterstützen könne. Die zunehmende Leserzahl freut mich, doch in den letzten Jahren sind schon alleine die Kosten für den automatisierten Versand des Newsletters auf jährlich über 600.- CHF gestiegen. Daher habe ich mir erlaubt, für diejenigen, die einen Beitrag an die regelmässigen Publikationen leisten wollen, eine Seite „Unterstützung“ aufzusetzen. Doch infekt.ch bleibt frei zugänglich, unabhängig, werbefrei und ohne Paywall.
Herzlichen Dank für das Interesse, Ihre Rückmeldungen und die kritische Begleitung von infekt.ch.
Diskussion erwünscht
Kommentare sind während 30 Tagen nach Veröffentlichung möglich. Bitte sachlich und themenbezogen kommentieren. Kommentare werden moderiert.
Barbara Frommherz
Guten Tag Herr Vernazza
ich danke Ihnen für Ihre beständige und vertiefte Wissensvermittlung und v.a. für das Supporten anderer Sichtweisen seit Corona.
Ich wünsche Ihnen viele schöne Begegnungen mit Menschen, die bei allem angehäuften Wissen intuitiv und beherzt unterwegs sind, Barbara
Salina
Darauf freue ich mich! Vielen Dank für Ihre tolle Arbeit!
Hansruedi Bänziger
Super Herr Vernazza
Ich folge ihre Beiträge seit Beginn der C-Zeit.
Wir brauchen ihre Informationen, denn das srf ist unkritisch, unausgewogen, ohne richtige Informationen.
Bitte weiter so.
Herzlichen Dank
Roland R.
super Sache, freue mich auf weitere Beitäge
Ruth
Sehr gut. Danke für Ihr Engagement. Die Artikel lese ich mit grossem Interesse.
Theo Schmidt
Wunderbar, Herr Vernazza! Ich sehe allerdings, dass Sie Infekt.ch mit der Plattform X teilen. Deren Besitzer dürfte einer der gefährlichsten Menschen der Welt sein, und der reichste ist er auch. Ich wäre sehr froh, wenn Sie diese Verlinkung durch eine andere ersetzen würden, z.B. Mastadon oder Bluesky.
Prof. em. Dr. med. Pietro Vernazza Autor
Vielen Dank für den Hinweis. Das musste ich prüfen. Falls sie hier technische Details geben können, bin ich dankbar über eine Mail an web@vernazza.ch
Annie Walser
Grüezi Herr Vernazza, Grüezi Mittenand
Es ist ein wertvolles und schönes Vorrecht von Ihrem Wissen profitieren zu können, und nun mit anderen noch weitere Erfahrungswerte austauschen zu können.
Wünsche Ihnen Erfolg mit Infekt.ch
Herzlichst
pf
bloss weil elon musk reich muss er nicht gefährlich sein
Adrian Bühler
DocChek kommentiert heute bezüglich Osteoporose-Prävention mit Vitamin D und Calcium eine Meta-Analyse mit dem Schluss, es sei kaum eine einschlägige Wirksamkeit nachgewiesen worden.
O-Ton: „Vitamin D: Brecht mit der Bruch-Prophylaxe!“
URL zur zitierten Studie:
10.1136/bmj-2025-088050
Mich würde – wissend dass Sie ein Verfechter der regelmässigen Vit D Supplementation sind – Ihre Einschätzung interessieren. Besten Dank.
Prof. em. Dr. med. Pietro Vernazza Autor
Danke. Ich habe die Studie auch schon gelesen. Ich möchte dazu drei Punkte anführen.
1. Die Metaanalyse untersucht lediglich die Wirkung von Vitamin D für Osteoporose. Ich empfehle die Substitution nicht primär wegen Osteoporose, sondern wegen den vielfältigen Wirkungen für das Immunsystem.
2. Bolus-Dosen: bis vor wenigen Jahren wurden immer Bolus-Dosen (zB 1x monatlich 25-50’000 E) empfohlen und in Studien untersucht. Die meisten in der Metaanalyse erwähnten Studien verwenden Boludosen. Heute wissen wir, dass das falsch ist und unwirksam.
3. Diese und auch andere Metaanalysen zeigen, dass die Wirkung bei Personen mit gutem VitaminD Ausgangswert kaum nützt. Das ist nicht überraschend. Das wäre wie wenn wir ein Blutdruckmittel Menschen abgeben, die einen normalen Blutdruck haben. Dann erwarten wir auch keine Wirkung, höchstens Nebenwirkungen. Für eine ausreichende Knochen Gesundheit brauchen wir 50 nMol/l Vitamin D. Die Hälfte der Bevölkerung hat etwa diesen Wert für ein gut funktionierendes Immunsystem brauchen wir deutlich höhere Blutspiegel.
Alex Arter
Gedankenaustausch ist ein Privileg für etwa 10% der Weltbevölkerung. Wir müssen Wege finden Leute die nicht schreiben und lesen können mit einzubeziehen und daran arbeiten ganz wenige und kaum mit Unterstützung. Die helfen sich selbst aber das reicht nicht.
Urs Schneider
Danke Herr Vernazza
Ich folge infekt.ch seit Frühling?/Sommer? 2020 und war immer froh, Ihre fundierten Beiträge lesen zu dürfen.
Bezüglich Theo Schmidts Kommentar zur Plattform X, die ich selber übrigens nicht nutze:
Elon Musk war hilfreich im Aufdecken der woken Zensur bei Twitter. Ob er gefährlich ist, weiss ich nicht.
Freundliche Grüsse
Urs Schneider