27. September 2025

Neue „Surprise“: mRNA-Impfung beschleunigt Krebs

Im letzten Artikel habe ich von der „Surprise“-Studie berichtet: Je mehr Covid-Impfungen, desto mehr Infektionskrankheiten. Heute berichte ich über einen preprint-Artikel, der eine weitere Überraschung zeigt, die gut unterrichtete Experten nicht sehr überraschen wird.
In den letzten Jahren tauchte im Zusammenhang mit den mRNA-Impfungen immer wieder ein Schlagwort auf: „Turbo-Krebs“. Gemeint ist die Sorge, dass Krebserkrankungen schneller wachsen oder aggressiver verlaufen, wenn man mehrfach geimpft ist. Seriöse Fachleute haben diese These bislang scharf zurückgewiesen. So etwa im Forum des Global Vaccine Data Network, wo man schrieb:
„Next time you hear ‚Turbo Cancer‘ remember it’s a theory in search of facts, and the facts just aren’t there.“
Mit anderen Worten: Ein Mythos, erfunden von Impfgegnern.

Doch so einfach ist es nicht. Denn es gibt durchaus seriöse Wissenschaftler, die sehr wohl fundierte Erklärungen für einen Zusammenhang zwischen mRNA-Impfungen und Krebsprogression liefern. Einer davon ist der kanadische Molekularbiologe Mikolaj Raszek, der schon im April 2024 detailliert darlegte, wie der sogenannte IgG4-Switch – ein immunologischer Mechanismus, der nach wiederholten mRNA-Impfungen beobachtet wird – die Krebsabwehr schwächen kann (Raszek et al. 2024). Raszek ist sicher kein Impfgegner; er argumentiert auf Basis sauberer Immunologie.

IgG4 – der Friedensstifter, der im falschen Moment kommt

Normalerweise produziert unser Immunsystem nach Infektionen oder Impfungen Antikörper vom Typ IgG1 oder IgG3 – die schlagkräftigen Kämpfer. Doch nach der dritten mRNA-Impfung taucht ein neuer Akteur auf: IgG4. Und dies nur nach mRNA Impfungen.

IgG4 ist eigentlich ein „Diplomat“. Er sorgt dafür, dass das Immunsystem sich beruhigt, wenn ein Antigen ständig präsent ist. Sinnvoll bei Allergien, katastrophal bei Infektionen – und noch schlimmer bei Krebs. Denn IgG4 blockiert die „guten“ Antikörper, bindet an hemmende Rezeptoren auf Immunzellen und verhindert so, dass Killerzellen Tumoren angreifen.

Dieser Mechanismus ist nicht nur Theorie. Schon 2020 konnte im Mausmodell gezeigt werden, dass IgG4 – egal gegen welches Antigen gerichtet – das Tumorwachstum massiv beschleunigen kann (Wang et al., 2020). Wurde bei diesen Mäusen IgG4 in das Brustkrebsgewebe gesprizt, kam es zum raschen Tumorwachstum, nicht aber wenn IgG1 verwendet wurde. Und dass die Covid-Impfung, insbesondere die Booster-Impfung zu einem Switch der IgG4-Antikörper führt, weiss die Öffentlichkeit bereits seit dem Pre-Print Artikel im Juli 2022 der im Januar 2023 in Science Immunology veröffentlicht wurde (Irrgang et al., 2023). bekannt. Und bis heute hat keine der regulatorischen Behörden dieses bekannte Risiko wahrgenommen und vor möglichen Folgen gewarnt.

Die japanische Bombe: Tamai et al., 2025

Eine japanische Arbeitsgruppe um Keiichi Tamai liefert nun klinische Daten, die diesen Mechanismus beim Menschen untermauern (Tamai et al., 2025, Preprint). Untersucht wurden 272 Patient:innen mit Bauchspeicheldrüsenkrebs – einer der tödlichsten Krebsarten überhaupt.

Methoden (vereinfacht erklärt)

  • Alle Patient:innen wurden zwischen 2018 und 2023 behandelt.
  • Für 223 Fälle lag der Impfstatus vor, für 96 davon zusätzlich die IgG4-Spiegel.
  • Überlebenszeiten (Kaplan-Meier-Kurven) wurden mit Impfstatus und IgG4-Spiegeln korreliert.
  • Tumorproben wurden immunhistochemisch auf regulatorische T-Zellen (Foxp3+) untersucht.

Ergebnisse – in Bildern erklärt

  1. Mehr Impfungen, kürzeres Überleben
    Wer drei oder mehr Impfungen hatte, lebte im Schnitt deutlich kürzer (rote Kurve) als weniger Geimpfte (schwarz). P < 0.001. In dieser Kaplan Meyer-Kurve sieht man, dass 50% der mehr als zweimal geimpften Personen weniger als 12 Monate überlebten, während das 50%-Überleben in der weniger oft geimpften Gruppe fast 24 Monate betrug.
  2. Mehr Impfungen, mehr IgG4
    Die IgG4-Spiegel im Blut stiegen parallel mit der Zahl der Impfungen. Auch dieser Unterschied ist statistisch signifikant.
  3. Ungewöhnlich viele Spike-spezifische IgG4
    Normalerweise erzeugt eine Impfung kaum IgG4. Nach mRNA-Impfungen war dieser Anteil jedoch massiv erhöht.
  4. Mehr IgG4 = mehr T-Regulatorzellen (Abb. 3f)
    In den Tumorproben fanden sich bei Patient:innen mit hohen IgG4-Spiegeln signifikant mehr regulatorische T-Zellen (Foxp3+). Diese Tregs wirken wie die Schiedsrichter des Immunsystems: Sie pfeifen die Killerzellen zurück, die sonst den Tumor angreifen würden. Was in gesunden Geweben wichtig ist, um überschießende Entzündungen zu verhindern, ist im Tumor fatal: Der Krebs bekommt „Schonraum“ und kann ungestört weiterwachsen.

Was heißt das nun?

Die Studie ist ein Preprint, also noch nicht peer-reviewed. Aber sie passt wie ein Puzzleteil zu dem, was wir aus Tiermodellen, Immunologie und anderen klinischen Daten bereits wissen: Wiederholte mRNA-Impfungen → IgG4-Switch → schwächere Krebsabwehr → schlechteres Überleben.

Und es betrifft nicht nur Bauchspeicheldrüsenkrebs. Wir müssen davon ausgehen, dass dieses biologische Phänomen grundsätzlich bei jeder Krebserkrankung eine Rolle spielen kann. Denn es handelt sich um eine Eigenschaft unseres Immunsystems, das grundsätzlich für jede Krebsform gültig sein dürfte.

Quintessenz

Genau hier wird es brisant: Denn EKIF, Infovac undBAG empfehen bis heute, dass besonders gefährdete Personen jährlich geboostert werden sollen – und dazu zählen sie insbresondere auch Krebspatientinnen und -patienten (BAG-Empfehlung, Infovac). Mit anderen Worten: Ausgerechnet jene Gruppe, die von einer gedrosselten Krebsabwehr am meisten gefährdet wäre, wird offiziell zum Booster aufgefordert.

Dass Onkologen ihren Patient:innen noch immer Covid-Booster empfehlen, war für mich nie nachvollziehbar. Spätestens jetzt, nach den vorliegenden Daten, scheint ein Kurswechsel überfällig.

Und die Beobachtung der japanischen Autoren könnte noch weitreichender sein: Sie betrifft nicht nur Menschen mit bereits bestehender Krebserkrankung. Denn unser Immunsystem ist tagtäglich damit beschäftigt, entartete Zellen rechtzeitig aufzuspüren und zu vernichten – ein Prozess, den die Theorie der Immune Surveillance beschreibt. Studien zeigen, dass solche veränderten Zellen vermutlich täglich in großer Zahl entstehen. Nur durch die ständige Wachsamkeit der T-Zellen wird verhindert, dass daraus Tumoren werden. Kommt es hier zu einer Schwächung, öffnet sich eine gefährliche Tür.

Wenn also wiederholte mRNA-Impfungen den Switch von IgG1/3 hin zu IgG4 fördern, dann schwächen sie potenziell nicht nur die Abwehr gegen bereits vorhandene Tumoren, sondern auch die tägliche Krebsprävention unseres Körpers.

Ich halte daher an meiner bereits am 22. November 2022 auf infekt.ch formulierten Empfehlung fest:

„Daher meine klare Empfehlung, solange wir es nicht besser wissen und alle Risiken bekannt sind: Finger weg vom Booster!“ (infekt.ch)

Ein Blick nach vorn: mRNA auch gegen Krebs?

Noch ein weiterer Aspekt bereitet Sorgen: Weltweit arbeiten Pharmafirmen mit Hochdruck daran, mRNA-Impfstoffe gegen Krebs zu entwickeln. Das klingt zunächst verheißungsvoll – doch was, wenn sich die Geschichte wiederholt?

Bei den Covid-Impfstoffen wurden die Zulassungsstudien auf ein oder zwei Dosen beschränkt. Die später eingeführten Booster wurden dann breit empfohlen, ohne dass solide, kontrollierte Studien zu den langfristigen Folgen vorlagen. Sollte man denselben Weg bei Krebsimpfungen einschlagen, könnte genau das eintreten, wovor die aktuelle Evidenz warnt: Mit jedem zusätzlichen Booster steigt die Gefahr eines IgG4-Switches, der die Krebsabwehr schwächt, statt sie zu stärken.

Gerade wenn es um Krebserkrankungen geht, wäre ein solches Szenario fatal. Hier dürfen wir uns keine Abkürzungen erlauben.

 

© Beitragsbild: ChatGPT: Drei Affen, die nichts wissen wollen und der vierte, der dann plötzlich sehr überrascht ist.

PS: Ich bedanke mich bei meinem Kollegen, der mich auf diesen Artikel aufmerksam gemacht hat.