12. August 2016

Besseres Ansprechen auf intradermale Applikation

Impfungen werden meist subkutan oder intramuskulär verabreicht. Für gewisse Impfungen konnte gezeigt werden, dass eine intradermale Applikation zu einem besseren Ansprechen, zumindest was die Messbarkeit der Antikörper betrifft, führt. So nun auch für die Impfung gegen Herpes Zoster.

Das Problem der normalen Applikation der Impfungen ist es, dass unser Immunsystem auch altert und das Ansprechen auf die Impfungen im Alter immer schlechter wird. Mit der intradermalen Applikation konnte gezeigt werden, dass durch die Hilfe der dendritischen Zellen in der Haut das Antigen besser präsentiert wird, und vermutlich dadurch das Ansprechen auf die Impfung besser wird.

In der Zulassungsstudie für die Impfung Zostavax® wurde gezeigt, dass wohl die Impfung bei immunkompetenten Individuen über 60 Jahren, die Inzidenz der Gürtelrose um 50% ca senken konnte. Bei Personen zwischen 50 und 60 Jahren sogar um 69%. Dennoch wäre ein besserer Schutz wünschenswert.

Nun hat Merck &Co das Ansprechen auf eine intradermale Applikation des Impfstoffes untersuchen lassen und die Resultate sind vielversprechend. Die Studie konnte zeigen, dass eine intradermale Applikation zu einer deutlich höheren Antikörperbildung führt, was vermutlich auch zu einem besseren Schutz führt, was aber erst noch in klinischen Studien überprüft werden muss.

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Dr. med Katia Boggian

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