Vitamin D – Auch für HIV-Positive von Vorteil

Eigentlich wissen wir das schon lange. Doch nun kommt noch ein weiterer Hinweis dazu. Vitamin D scheint die Erholung der Helferzellen zu verbessern, wie eine neue Studie zeigt. In dieser von der Harvard School of Public Health geleiteten Multizenter-Studie wurden Daten einer randomisierten Studie mit knapp 400 HIV-positiven Personen analysiert. Der Vitamin-D Spiegel wurde vor Therapiebeginn gemessen und im Verlauf der antiretroviralen Therapie wurde bei allen regelmässig (Mt 0,3,6,12, 18)  die CD4 Helferzellzahl bestimmt.

CD4-Erholungsrate stark von Vitamin D abhängig
Unter der HIV-Therapie steigen bekanntlich die CD4 Zellen, doch nicht bei allen Personen gleich gut. In dieser Studie zeigte sich, dass Vitamin D ein möglicher Marker für ein gutes Ansprechen der CD4-Helferzahl ist. Denn in der Gruppe mit gutem CD4 Wert war der Anstieg mehr als Doppelt so gut (65/ul vs. 26/ul pro Jahr) als bei den Personen mit tiefem Vitamin D Spiegel

Vitamin D als einfache Routinemassnahme
In unserer Population hat fast die Hälfte der Personen einen Vitamin-Mangel. Deshalb geben wir schon seit Jahren allen Patienten mit chronischen Infektionen zusätzlich Vitamin D. Wie die Verabreichung optimiert werden kann, wird noch untersucht. Doch die 3-6-monatliche Gabe einer hohen Dosis von Vitamin D ist nebenwirkungsfrei und billig (<4 CHF / Jahr).

 

 


Prof. Dr. Pietro Vernazza

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