Lieferengpass Augmentin: Unsere Empfehlungen im Spital

Leider kommt es immer wieder vor, dass bewährte Antibiotika von Lieferengpässen betroffen sind. Dies ist aktuell fürAugmentin® (Ampullen 1.1g, 1.2g und 2.2g) der Fall.

Es ist damit zu rechnen, dass auch Generikaprodukte mit Amoxicillin/Clavulansäure) nicht mehr unbeschränkt zur Verfügung stehen. Gemäss Hersteller muss mit einem mehrmonatigem Lieferunterbruch gerechnet werden. Perorale Formulierungen und die pädiatrische Dosis (Ampullen 550 mg) sind nicht betroffen.

Damit die Versorgung von Patienten, welche auf Amoxicillin/Clavulansäure parenteral angewiesen sind, empfiehlt die Infektiologie des KSSGs für eine empirische Therapie folgende Alternativen:

  • Community-acquired Pneumonie mit Hospitalisation: Ceftriaxon 2g iv plus Klacid 2 x 500 mg p.o..
  • Haut und Weichteilinfekte ( Erysipel, Phlegmone): Cefazolin 3 x 2 g i.v.
  • Offene Frakturen Grad III: Mandokef 3 x 2 g i.v.
  • Divertikulitis: Ceftriaxon 2 g i.v. plus Metronidazol 3 x 500 mg p.o.
  • Pyelonephritis: Ceftriaxon 2 gr i.v.
  • Endokarditis, empirische Therapie bei nativen Klappen: 6 x 2 g Floxapen i.v. plus 6 x 4 Mio IE Penicillin i.v.

Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung: Informationsschreiben_D vom 20. November 2014


Dr. med. Matthias von Kietzell

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