Kaum beachtet: Rift Valley Fever in Kenja

Seit beginn der ersten Vogelgrippe Fälle vor 3 Jahren sind weltweit 276 Menschen an der H5N1-Influenza erkrankt und 161 Menschen gestorben. Doch was wissen wir vom Rift Valley Fever, welches seit einem Monat die Garissa Region in Kenja heimsucht?

Nicht viel. Mindestens nicht bei uns. Und doch: die Infektion greif um sich. Am 21. Dezember meldete die WHO von 12 Fällen dieser Virusinfektion beim Menschen, elf waren schon verstorben. Am 27.12. hiess die Meldung: 32 Erkrankte, 19 verstorben. Und heute meldet die WHO 220 erkrankte Menschen und 82 Todesfälle.

Rift Valey Fever ist eine Epizoonose, eine Krankheit, welche Tiere befällt und selten mal auf den Menschen übertragen werden kann. Oft – wie auch jetzt in Kenja – sind Schafe betroffen. Der Erreger, ein Virus der Familie der Bunyaviridae, wird durch Mücken von Tier zu Tier und auf den Menschen übertragen. Überschwemmungen, wie jetzt in der Provinz Garissa lösen daher of einen Ausbruch der Infektion aus.

Symptome:
Oft verläuft die Erkrankung mild. Doch gelegentlich, wie in den aktuellen Fällen in Kenja, kann die Krankheit auch tödlich verlaufen. Sie beginnt mit Augensymptomen, dann oft Meningoencephalitis (Hirnhautentzündung) und hämorrhagisches Fieber (Gerinnungsstörungen).

Diagnostik:
Bei Tieren muss die Diagnose klinisch vermutet werden. Ein Virusnachweis bestätigt die Diagnose. In der Schweiz ist das IVI (Institut für Viruskrankheiten und Immunprophylaxe) für die Diagnostik zuständig. Die Proben werden an ein Referenzlabor zur PCR-Untersuchung weiter geleitet.

Therapie und Prophylaxe:
Wie für die meisten viralen Erkrankungen, gibt es auch für RVF keine spezifische Behandlung. Es gilt deshalb, sich vor Mückenstichen zu schützen, wie wir dies von der Malaria kennen.

weitere informationen von der WHO: http://www.who.int/mediacentre/factsheets/fs207/en/

Information in Deutsch vom Bundesamt für Veterinärwesen als pdf hier downloaden

Prof. Pietro Vernazza

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Chefarzt

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